Es ist brüllend heiß bereits um 10 Uhr. Am dritten Tag hier oben in der Wettkampfstätte Deodoro x-Park fühlt es sich schon etwas „heimisch“ an, wenn man schwitzend den Hügel hochgelaufen kommt und dann die weißen Strudel des Wildwassers sieht. Es ist ein echt schön gelegenes Gelände.

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Heute geht es los, die ersten Zuschauer werden reingelassen, die Sambamusik tönt aus allen Lautsprechern und es ist bunt im Stadion geworden. Wir beziehen nach einer Gruppensitzung und einem frühen Mittagessen unsere Posten auf dem Field of Play, das bedeutet für uns die Insel am Wildwasserkanal.

Ich stehe an Bank 2 hinter dem Start und werde während des Wettkampfes darauf achten, dass die Bank und das Feld drum herum nur für die Fotografen zur Verfügung steht.

Denn manche Athleten und Trainer wollen auch von da zuschauen, sitzen dann aber den Fotographen im Bild.

Als der Wettkampf losgeht, merke ich wie schwierig das ist, da die Trainer und befreundeten Athleten an der Strecke entlangrennen und den Athlten anfeuern!

Die Strecke ist zwar nur 250m lang, aber da sind immerhin drei Fotographenposten.

Bisehr hatte ich mit diesem Sport nichts zu tun, aber es ist echt spektakulär wie geschickt sich die Athleten durch die Wellen und Strudel kämpfen.

Erste Probe der Schlussfeier

Gegen 14 Uhr verließ ich den x-Park, denn ENDLICH ist heute die erste Probe. So lange habe ich auf diesen Moment hingefiebert, kenne die meisten Menschen dort aus der Whats app – Gruppe, jetzt würde ich sie endlich face to face kennenlernen.

Von der Metro geht es einen langen Korridor mit Stacheldraht entlang, weil das Übungsgelände gleich neben einer Favela liegt. Es ist eine riesige Halle. Menschen allen Alters und jeglicher Herkunft wuseln herum. Ein Mann mit Walkytalky kommt mir entgegen, ich erkenne ihn von den Fotos, es ist der Koordinator Rogerio. Er begrüßt mich freundlich mit einem finally you have made it here! und hilft mir beim Check-in.

Ich bekomme eine Art Trikot mit der Aufschrift MAR 1. Ich verstehe, dass die Gruppe MAR nicht Meer bedeutet, sondern Marshalls… Kurz darauf erfahre ich, dass ich in der Eröffnungsfeier einer Arrowpeople gewesen wäre, eine der tanzenden Wesen mit dem Pfeil auf Rücken und Bauch. Klingt erstmal nichtig, aber die Volunteers erzählen mir alle begeistert ihre Stories, welch beeindruckende Begegnungen und Gespräche sie mit den Athleten gehabt hätten und es wäre einfach nur ein überwältigendes Erlebnis gewesen…