In mir brennt ein Feuer

…und zwar der „olympic spirit“.

Seit 2004 habe ich eine große Leidenschaft: Die Olympischen Spiele hautnah zu erleben.

Über mein Sportstudium an der Universtät Mainz hatten wir die Möglichkeit, uns als Volunteer (Freiwilliger Helfer) bei den Olympischen Spielen in Athen zu bewerben. Ich war schon immer fasziniert von diesem vielseitigen Sportereignis, aber eine Sache hat mich schon damals immer in den Bann gezogen: Die Eröffnungs- und die Schlussfeier.  Als ich hörte, auch dafür kann man sich bewerben, war ich kaum zu bremsen.

Einmal ein kleiner Teil in dieser Riesenshow zu sein, hatte in mir ein ganz besonderes Feuer entfacht. Und tatsächlich, der Traum wurde wahr, ich war im Requisiten-Team beider Shows – es war ein grandioses Erlebnis: Proben über 6 Wochen, die vor der ganzen Welt streng geheim gehalten wurden, hinter den Kulissen dieses gigantischen artistischen Weltereignisses, Freundschaften mit Menschen aus der ganzen Welt, die bis heute halten. An dieser Stelle gäbe es viel zu erzählen, aber das ist eine andere Geschichte.

Dennoch hat mich diese Anziehungskraft nie mehr losgelassen: 2008 war ich in Peking als „Fairplay-Botschafter“, 2010 in Vancouver als Volunteer in der Kulturolympiade und dieses Jahr ist ein ganz großer Traum wahr geworden:

Jule und FackelJulia Schmitz Vancouver culturalolympiad

Ich bin als ARTIST in der Eröffnungs- und Schlussfeier genommen worden.

Da bekommt juggle for life eine ganz neue Bedeutung!

Vorallem ist das die ‚Krönung‘ meiner inneren Reise im letzten Jahr. Seit ich nach langer Krankheit nach meiner Weltreise wieder anfing als Lehrerin zu arbeiten, war ich ziemlich unglücklich: Schule in diesem sehr „engen“ Beamtensystem passte für mich nicht mehr, Unstimmigkeiten mit meinem Direktor und die Begeisterung für meinen Job war verloren gegangen. In vielen Workshops, Meditationen und einigen Therapiesitzungen wurde klarer, was mir wirklich wichtig ist – mein Lebenselixir: Jonglage, Bewegung und Kreativität.

Ich reduzierte meinen Lehrerjob auf 50% und setzte mir als Projekt, jede Woche mir etwas mit Jonglage oder Zirkus Gutes zu tun.

Einfach, um glücklicher zu sein. Unglaublich, was mir dieser Fokus an Lebensenergie und -freude zurückgegeben hat.

Ich habe versucht, entweder selbst auf Kleinkunstbühnen aufzutreten oder mir eine Varietéveranstaltung zu gönnen – wenn nichts anstand, habe ich einfach für mich jongliert und einfach mal ausgiebig geübt. Das hatte ich seit Jahren nicht getan.

Mit Freunden ist ein „Sonntagsvarieté im Hof“ entstanden und ich habe mein neues Konzept mit Jonglage und Meditation entwickelt, wofür die Kurse von juggle4life  heute stehen.

Auch Bücher oder Filme wie Grüße aus Fokushima oder Monsieur Chocolat, die mit Zirkus zutun hatten, gehörten zu meinem Glücklichsein-Projekt.

Im Januar 2016 flog mir eine Ausschreibung als Zirkustrainerin in Freiburg zu.

Ich habe mich beworben, da war sofort dieses Gefühl, auf einer Wellenlänge zu sein, und jetzt genieße ich die Workshop-Arbeit in dem kreativen, inspirierenden Team:)

Am 23. Februar 2016 kam DIE Nachricht!

Du bist dabei als Artist bei den Ceremonies!

23. Februar

Puh, einziger Haken: zu den Proben muss man bereits am 16.6.2016 dort sein. Aber eine Klausel in dem Schreiben sagt (hat mir ein Freund übersetzt, der in Brasilien lebt), dass man drei Proben verpassen dürfte. Da die Proben am Anfang in zeitlich größerem Abstand sind, könnte ich spätestens am 1.7.2016 dazustoßen.  Da sind alle Arbeiten geschrieben und meine Noten fertig, den Einsatz für meinen Traum eine Beurlaubung für die letzten vier Wochen zu beantragen, war es mir wert.

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