Ich bin in der Closing Ceremony dabei!

Ich darf doch auftreten! Und zwar in der Schlussfeier am 21. August 2016!

Wenn die Athleten ausgelassen feiern und alle Medaillen verteilt sind, werde ich ein winziger Teil in der großen bunten Abschlussshow sein. Wie irre ist das denn?

Unglaublich! Zuerst hatte ich heute eine ganz schöne Schwere in mir. Verzweiflung, Ohnmacht gegenüber dem System, Wut, weil heute der Tag ist, an dem ich in Rio angekommen wäre und ich die erste Probe der Eröffnungsfeier hätte erleben können, hätte mich die Schule für dieses einmalige Ereignis freigestellt… Hätte, wäre, wenn.
Viele Konjunktive…

Doch dann haben sich mit einer Email das Blatt und meine Gefühle komplett gewendet. Mittlerweile ist aus der Wut in meiner Brust, ein aufgeregtes Kribbeln geworden.

Wie es dazu kam?

In der What’s App Gruppe war heute viel Bewegung, da alle, die zum spätmöglichsten Zeitpunkt anreisen, heute in Rio ankommen. Denn heute abend ist die 3. Probe. Ich habe da meine Traurigkeit geäußert, dass ich mich so zwischen den beiden Systemen fühle und am liebsten ein ganz freies, unbestimmtes Leben führen würde. Und vor allem, dass ich diesen Auftritt mit unbändiger Leidenschaft machen würde, denn wie oft bekommt man schon die Chance, bei den Olympischen Spielen als Jongleur dabei zu sein?

Irgendwie haben es meine Gefühle bis nach Rio geschafft, denn der Choreograph schrieb mir dann ein Email, dass ich doch gerne bei der Schlussfeier dabei sein könnte, es sei ja

„as beautiful as the opening ceremony“!

Das wird jetzt ein bunter Blumenstrauß an Erlebnissen: Volunteer bei den Mountainbike-Wettkaempfen, Proben und die Schlussfeier selbst, Wiedersehen mit einer Studienfreundin und Ana von der Weltreise plus, meine liebste „Sportsfreundin“ stößt in der 2. Woche der Spiele noch dazu. Die habe ich und ein Kollege von ihr mit der Faszination Olympische Spiele angesteckt:)

Und nicht zu vergessen, die Menschen, die ich kennenlernen werde, die im gleichen Volunteer-Team sind wie ich. Das ist meistens ein ganz besonderer Schlag Mensch.

Vielleicht bekomme ich ja ein paar von denen vor die Kamera. Mal sehen, was sie bewegt, als Volunteer dabei zu sein!

 

 

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