Sagen die Menschen hier, wenn man den „Rauch“ der Victoria-Wasserfälle sieht und das mächtige Donnern hört und spürt.

Ich starte den Tag im Royal Livingstone Hotel, wo mein Boot ablegt. Ein 5-Sterne Hotel, wo die Gäste in Sesseln auf einer Terrasse ihre Malzeiten einnehmen und auf den Sambesi schauen. Es wirkt, als wäre hier die Zeit stehengeblieben: britische Kolonialzeit, Morning tea…

Livingstone Island

Ich besteige mit einem Schweden, einem Australier und einem Amerikaner ein Boot und wir fahren 3 Minuten bis zu Livingston Island, einer kleinen Insel am Rande der Victoriafalls.

Von dort aus laufen wir in Badeklamotten und Regenponcho über die Steine. Die „Spray“ (das Spritzwasser der Wasserfälle) ist wie ein Riesenregenguss, je nachdem, wohin der Wind weht.

Das Abenteuer: Angel’s Pool

Die Guides geleiten uns in den Angels Pool, ein natürlicher Pool am Rande der Wasserfälle. Es ist eine unglaubliche Kulisse! Mitten in der donnernden Kraft des Wassers, aber noch an der Stelle, wo das Wasser sanft fließt, bevor es über die Kante bricht. Es symbolisiert nicht schlecht meinen momentanen Lebensstil, wie manche auf Facebook kommentieren: „You are really living a life on the edge!“

Nach 90 Minuten ist das Schwimmen und die Fotosession vorbei und wir bekommen ein kunstvoll angerichtetes Frühstück. Ein Genuss!

Kevin, der Guide, hat eine Stunde frei und geleitet mich durch den hoteleigenen Mini-Nationalpark zu Fuß in 10 Minuten zur Grenze nach Simbabwe, wo er mich im Endeffekt in das Auto übergibt, wo die Jungs der Bootstour sitzen. Der Fahrer nimmt mich mit über die Grenze zum Eingang der Wasserfälle in Simbabwe.

Simbabwe

An 16 Stationen hat man einen herrlichen Blick auf die Wasserfälle. Manchmal sind sie gar nicht zu sehen vor lauter Spritzwasser-Nebel, manchmal zeigen sie sich mit einem Regenbogen.

 

Für mein Gefühl kommen sie nah an die Iguazu-Wasserfälle in Brasilien/Argentinien dran. Dennoch sind die in Südamerika meine Favoriten. Selten so etwas schönes gesehen. Hier ist mein Video von 2013:

 

Doch auch hier ist eine ganz besondere Stimmung, weil man das Gefühl hat, dass der Spalt in der Erde „kocht“.

Man kann den Grund kaum sehen, außerdem wird man unglaublich nass!

Zwei Stunden laufe den Weg entlang und lass mich immer wieder einfangen von dem Donnern und der Kraft des Wassers.

Der Fahrer, der mich zur anderen Seite gefahren hat, hat gesagt, ich könnte gegen 14.30 wieder mit zurückfahren. Ich war aber schon im 13.45 Uhr dort. Er war so freundlich und hat mich schnell „rüber“ gefahren, ohne einen Cent zu verlangen. Es ist ein viel freundlicheres und entspannteres Afrika hier als in Kenia. Zumindest empfinde ich es so.

Sambia

Ich will alles mitnehmen, Wasser fasziniert mich ja immer (auch von Diani Beach konnte ich mich nur schwer trennen), demnach betrete ich auch noch den Naturpark auf der sambischen Seite. Wieder eine ganz andere Perspektive, man läuft ein bisschen auf tieferer Ebene.

Ich lerne den Fotografen, der die Touristen vor den Victoriafalls fotografiert, kennen. Er hat nichts zu tun und zeigt mir eine Stunde lang die schönsten Fotowinkel. Ohne einen Hintergedanken, ohne Geld zu wollen, einfach um sich auszutauschen.

Ich fühle mich satt an Eindrücken und bin erfüllt von diesem schönen Naturspektakel.

Ich freu mich auf mein kleines Chalet im Jollyboys Backpacker, da ist es so gemütlich und schlafe dort so gut, weil immer eine kleine Brise durch die Fliegengitter geht.

P.S.:Entschuldigt die Qualität der Fotos, im Iphone wra Feutchtigkeit und die Bilder von der Kamera gibt es in den nöchsten Tagen.